Meine Erfahrungen als Betreuerin im InfoPoint Torstraße (Mitte)

Hallo liebe LeserInnen,

ich bin Katrin Külls. Ich betreue mit Sara Azzam den InfoPoint Torstraße im Nachbarschaftszentrum „Treff 203“ der Volkssolidarität LV Berlin e.V. Er liegt genau zwischen der größten Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Mitte und der pulsierenden Touri-Meile in der Oranienburger Straße. Entsprechend bunt ist die Mischung der Leute, die zu uns kommt: Überwiegend Syrer, Iraker und Afghanen aus der Unterkunft, aber auch Menschen aus der ganzen Welt, die gerade in der Nähe sind. Ob aus Bangladesch, Syrien, Moldawien oder Burkina Faso – die meisten wollen wissen, wo sie ein passendes Sprachcafé oder einen kostenlosen Deutschkurs finden. Einige fragen auch nach beruflichen Chancen und möglichen Weiterbildungen. Das Anliegen unserer BesucherInnen ist vielfältig und wir versuchen ihnen auf Deutsch, Arabisch, Englisch oder Französisch weiterzuhelfen.

Über die digitale Plattform https://www.info-compass.net finden wir immer geeignete Angebote, die wir nach Wunsch ausdrucken und mitgeben. Dabei blicken Sara und ich in dankbare und glückliche Gesichter. Es ist wirklich ein schönes Gefühl, anderen helfen zu können.

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Stark in Erinnerung wird mir ein sympathischer, sehr impulsiver Gualtemalteke bleiben, der jeden Tag ein neues Sprachcafé besuchen möchte. Ob aus Langeweile, großer Neugier oder einem echten Sprachinteresse heraus – er hat seine eigene Berlin-Tournee daraus gemacht. Echt toll!

Da Sprachcafés eine wichtige Schnittstelle für gelungene Integration sind, haben auch wir sie für unsere ganz eigene „Tournee“ ausgewählt: Wir starten dort eine (Re-)Evaluierung der Hauptbedarfe neu zugezogener Migranten und Flüchtlinge, da sich die Situation und Zusammensetzung der Geflüchteten in den vergangenen eineinhalb Jahren stark verändert hat. Nebenbei können wir in den Sprachcafés unsere Plattform kurz vorstellen, bekommen ein Feedback und pflegen das jeweilige Sprachcafé in unsere Informationsplattform ein.

Wer in der Flüchtlingshilfe tätig ist, weiß, wie viele Einzelinitiativen es in diesem Bereich gibt, die teilweise kaum etwas voneinander wissen. Mit der Plattform https://www.info-compass.net  sowie mit unserer aktiven Vernetzung der ehrenamtlichen Initiativen im Bezirk Mitte, versuchen wir dazu beizutragen, dass wir alle durch eine stärkere Vernetzung uneigennütziges Engagement sinnvoller miteinander verknüpfen und zusammen mehr Spaß dabei haben können. Mitmachen lohnt sich also!

Unsere Aufgabe ist es außerdem, viele relevanten Orte, Projekte, Angebote und Veranstaltungen für Geflüchtete auf unsere Plattform einzutragen. Wir schaffen damit ein Netzwerk, in dem jede(r) selbständig das passende Angebot für sich finden kann.

Natürlich kann jede(r) auf InfoCompass selbst Projekte und Aktionen eingeben. Einfach auf der Plattform „Neuen Eintrag vorschlagen“ klicken, das leere Formular ausfühlen – Hilfestellungen gibt es durch die orangen Sprechblasen – und am Schluss durch das klicken auf „Vorschlag absenden“ unten rechts abschicken. Unser Redaktionsteam prüft den eingegangenen Vorschlag und schaltet ihn zeitnah frei.

Die freigeschalteten Einträge können dann über Social-Media-Kanäle wie Facebook und Twitter oder via Email bekannt gemacht werden. Eine tolle und effiziente Funktion, um die eigene Zielgruppe anzusprechen.

Macht mit und seid Teil eines berlinweiten Netzwerkes, das allen Neuberlinern zur Orientierung und zum Ankommen hilft. Durch die Unterstützung jedes einzelnen trägt jeder einerseits dazu bei dieses Netzwerk aufzubauen sowie am Leben zu halten und andererseits kann es jeder für sich selbst nutzen.

Kommt uns gerne auch im InfoPoint Torstraße während den Öffnungszeiten: Montag 10 Uhr bis 12 Uhr und Donnerstag 16 Uhr bis 18 Uhr  besuchen.

Sara und ich freuen uns auf euch!

Viele Grüße

Katrin

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Katrin Külls – Betreuerin InfoPoint Torstr.